Die Tipps

Alben – neu oder wieder entdeckt, die mir eine Empfehlung wert sind.

 

Ich höre mir die vorgestellten Alben mehrmals an – erst wenn diese Veröffentlichungen dann immer noch gefallen – finden sie  den Weg in diese Rubrik.

Und es muss nicht immer das Neuste sein – wie sagte doch ein bekannter Literaturkritiker einmal über eine Neuerscheinung:
Dass viel Neues und viel Gutes zu lesen sei. ABER: das Gute darin sei nicht neu und das Neue nicht gut

Alabama Slim / The Parlor

 

Der inzwischen 81 jährige Milton Frazier aus Vance, Alabama ist bereits seit seiner Kindheit dem Blues verhaftet. Unter seinem Künstlernamen Alabama Slim ist er seit einiger Zeit als Blueser bekannt geworden.
Gemeinsam mit seinem Cousin Little Freddie King hat er letztes Jahr sein neuestes Album aufgenommen. Es heisst «The Parlor» und ist nach dem Aufnahmestudio in New Orleans benannt, wo es bereits im Juni 2019 in nur vier Stunden in einem Take eingespielt wurde.
Herausgekommen ist eine minimalistische, pure Bluesscheibe mit leicht souligen Anleihen, auf der Alabama Slim, der mit dem Old-School-Blues gross geworden ist, einen Vergleich mit John Lee Hooker absolut nicht scheuen muss.
Insgesamt liefern Alabama Slim und seine Jungs mit «The Parlor» ein im Grunde traditionelles Blues-Album ab, welches durch eine minimalistische «weniger-ist-mehr»-Ausrichtung besticht.
Für Fans des schwarzen Blues ist das Teil absolut empfehlenswert.

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This One's For Him: A Tribute To Guy Clark (2CD’s)

Eben erst entdeckt – ein Hammerteil. zum Beispiel das Duett John Prine / Emmylou Harris!

Exzellenter Tribute-Sampler zum 70-jährigen Geburtstag (2011) von Guy Clark  (6. November 1941 † 17. Mai 2016).
33 Americana-Artists wie Willie Nelson, Emmylou Harris, Kris Kristofferson, Lyle Lovett, Ron Sexsmith, Steve Earle oder Rosanne Cash interpretieren 30 Klassiker der Countrylegende.

«Die beiden CDs kann man in einem Zug durchhören, ohne dass Ermüdung oder Überdruss drohen.» (Good Times 2012)

«Es ist die grosse Best-of-Werkschau, bei der sich Shawn Colvin und Joe Ely, Patty Griffin und Vince Gill, Rosanne Cash und John Prine im Duett mit Emmylou Harris dem Anlass angemessen in grosser Form präsentieren.» (Stereo, 2012)

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HARD TIMES NEED HOPE / Lilly Martin, Mikey Wunderbar, Richard Koechli, Michael Dolmetsch
Den Blues unterstützen – mit einer einzigartigen Spendenkampagne:
Eine Spendenaktion für den HART Fonds der Blues Foundation

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John Prine /  Remember Everything
Ein Song, den Sie kennen müssen!


Mit der subtilen Inszenierung und den Zeilen über den Rückblick auf das Leben ist die Ballade ein schöner Abschied von einem der grössten amerikanischen Songschreiber
I Remember Everything war die letzte Aufnahme von John Prine. Das Lied wurde von John und seinem langjährigen Freund und Mitarbeiter Pat McLaughlin geschrieben. Diese Aufnahme fand in Johns Wohnzimmer zusammen mit dem Grammy-gekrönten Produzenten Dave Cobb statt.

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Alberta Hunter & Lucille Hegamin & Victoria Spivey ‎/ Songs We Taught Your Mother / 1962

Da die grössten und talentiertesten Namen (Ma Rainey, Bessie Smith) bereits tot waren, rettete Chris Albertson (Autor der Bessie-Smith-Biographie) die Musik der überlebenden Zeitgenossinnen Victoria Spivey, Alberta Hunter und Lucille Hegamin für neue Generationen von Musikliebhabern. Alle drei klingen meiner Meinung nach besser und enthusiastischer als in ihren jüngeren Tagen. Auch wenn man sagen muss, dass nur Spivey in die Kategorie Blues passen würde, während Hegamin und Albert die alte Varieté-Tradition repräsentieren.  Ich frage mich, warum Sippie Wallace und Ida Cox nicht eingeladen wurden – die ja noch lebten, als dieses Album aufgenommen wurde? Während Spivey und besonders Hunter lange danach noch Aufnahmen machten, war dies das letzte Mal, dass wir von der wunderbaren, stimmgewaltigen Hegamin hörten, die sich auf diesen Aufnahmen offensichtlich amüsierte. Mein einziges Bedauern ist, dass, obwohl dieses Album an einem Tag aufgenommen wurde, die Chance verpasst wurde, diese drei Stimmen zusammen singen zu hören, wir hören jede von ihnen nur getrennt.  Jim Standing

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

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Lukas Nelson / Turn Off The News (Build A Garden) 2019


2019 Lukas Nelson & Promise of the Real sind zurück, mit «Turn Off The News» (Build A Garden), ihrem zweiten Album. Lukas Nelson und seine Band haben im oscarprämierten «A Star Is Born» mitgespielt, für den Nelson auch einige Songs des Soundtracks geschrieben hat.
Auf diesem Album zeigt sich Lukas Nelson von seiner besten Seite: als Songwriter, Sänger, Gitarrist und Bandleader – unterstützt vom Rock and Roll-Ensemble «Promise of the Real». Als Stargäste sind auf dem Album unter anderem Margo Price, Sheryl Crow, Willie Nelson, Neil Young und andere vertreten.

Good Times 2019
«… und natürlich darf da auch Cosmic Americana der 70er Jahre (Stars Made Of You) nicht fehlen. Traumhaft unterstützt wird Nelson von seiner vierköpfigen Begleitband The Promise Of The Real, die einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt, warum sie aktuell Neil Young unterstützt.» (Good Times, August / September 2019)

 

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Lukas Nelson & Promise / Of The Real / 2017   

Natürlich muss das etwas Besonderes sein, der Sohn von Willie Nelson zu sein. Lukas Nelson, heute 28 Jahre alt, ist mit dieser vielleicht letzten lebenden Country-Legende also aufgewachsen und  hat sicher mehr Zeit in einem Tourbus oder im Backstage-Bereich einer Konzerthalle verbracht, als in Kindergärten und Schulen.

Als Neil Young, Mentor und Inspiration von Lukas' Band Lukas Nelson & Promise of the Real, sie vor ein paar Jahren bei ihrem Auftritt beim Farm Aid-Festival sah, war er sofort begeistert. Er verpflichtete die Jungspunde als Backing-Band und nahm mit ihnen zusammen das Album «The Monsanto Years» (2015) auf, anschliessend folgte eine Welt-Tournee mit Neil Young, die sie auch im Sommer 2016 nach Deutschland führte.

2017 erschien das Album «Lukas Nelson & Promise of the Real». Es zeigt eine Band, die ihren Weg gefunden hat. Mit einem Sound, der sich erfolgreich gegen Stilbarrieren stemmt, der genreübergreifend begeistert. Als Backing-Sängerin konnte Nelson Pop-Queen Lady Gaga für zwei Songs gewinnen.

Good Times 2017
«Fazit: Promise Of The Real ist Beweis dafür, dass ein Apfel nicht weit vom Stamm fallen muss, um dennoch saftig zu schmecken. Und Lady Gaga beweist bei zwei Duetten, dass sie toll singen kann und C & W mit Pop durchaus etwas zu tun hat.»

 

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Willy DeVille / Victory Mixture / 1990
1974 gründete er die Band Billy De Sade & The Marquis, die er 1975 in «Mink DeVille» umbenannte. Gleichzeitig wurde aus William Borsey «Willy DeVille». 1977 erschien deren Debütalbum in Europa unter dem Namen «Cabretta» und in den USA unter «Mink DeVille». Die Platte wurde vom Rolling Stone zum «Best Album of Year» gekürt. Der Musikexpress kommentierte: «Willy ist der Prototyp eines Rock’n’Roll-Menschen. Seine Stimme ist rau, trocken, aufregend und dreckig, und in ihr schwingt die sinnliche Anmache, die uns Hörer zittern lässt. Kaum jemand vermag dermassen trittsicher auf der messerscharf dünnen Schneide zwischen Kitsch und grosser Kunst zu wandeln wie William Borsey!»
Aber in der wechselhaften Karriere des grossen Sängers und Gitarristen gab es später auch Phasen in denen er Probleme hatte, einen Plattendeal zu bekommen. Wie 1988 als es ihn frustriert nach New Orleans zog, und er mit den dort ansässigen Legenden Allen Toussaint,
Dr. John und George Porter (The Meters) das Album «Victory Mixture» aufnahm. 
Mit «Victory Mixture» brachte er ein Album mit Klassikern der New Orleans Szene raus. Die Musik ist ganz traditionell instrumentiert mit viel akustischem Piano, kleinem Drum-Set, Saxophon, Bass. Bei den Aufnahmen wurde auf Overdubs und Mischpult verzichtet, um die Stücke klingen zu lassen wie die Originale aus den 50ern. Ich wünsche mir mehr solche Aufnahmen, die auf Technik verzichten zugunsten von natürlichem Sound.
«Victory Mixture" ist ein ganz starkes Stück Musik!»

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Donegan Lonnie / Donegan Lonnie  / CD 2010 – LP 1978

Einige der wenigen LP's, die ich vemisst habe . . . als ich mich von den schwarzen Rillen getrennt habe. Als DL nie gesehen, trotz langer und intensiver Suche. Die CD war nur zu exorbitanten Preisen erhältlich. Geduld war gefragt und siehe da, eines Tage konnte ich die CD zu einem vernünftigen Preis «kitschen».

 

Bereits der erste Song «Rock Island Line» mit Rory Gallagher an der Lead-Gitarre ist es wert die CD zu erstehen – so beschrieb das ein Kritiker: «Keine Gefangenen machen, wam, bam ... der Angriff der Strat auf das Gehirn ist alles verzehrend, und Lonnie tauscht den gemeinsten Gesang mit Rorys Licks aus. Pures Vergnügen, eine wahre Freude».
Nicht zögern KAUFEN!

 

Einige weitere hochkarätige Gäste auf diesem Album:
Drums: Jim Keltner , Ringo Starr
Guitar: Albert Lee, Brian May,  Ronnie Wood, Rory Gallagher
Piano: Elton John, Nicky Hopkins

 

Wo kaufen: amazone, ebay (Achtung: nur echt mit diesem Cover)

 

PS Eine habe ich  noch . . . !

 

J.J. Cale / Jan Douwe Kroeske Presents: 2 Meter Sessions #461 / 2020)
Jan Douwe Kroeske ist ein niederländischer Programmmacher und Moderator von Fernsehprogrammen, aber er ist auch regelmässig im Radio zu hören.
Er begann seine Musikkarriere Anfang der 1980er-Jahre als Discjockey und präsentierte ab der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre Programme für diverse Radiosender.

Am bekanntesten wurde Kroeske jedoch mit seiner Reihe von Musikprogrammen unter dem Namen «Twee Meter De Lucht In» und «2 Meter Live» auf Kink FM. Twee Meter De Lucht In wurde bis Ende der 90er-Jahre auf Radio 3FM ausgestrahlt. Es gibt auch eine Fernsehversion des Programms.  Die Formel des Programms besteht darin, dass die Künstler eine Session speziell für Kroeske aufnehmen, eine akustische Version ihrer Lieder.

 

Spotify

The Mike Duke Project / …took a while / 2019
 .
. . es hat eine Weile gedauert!
Der Titel ist sicherlich keine Übertreibung. Es hat vierzig Jahre gedauert, um dies zu erreichen, und man muss der Little Village Foundation zugute halten, dass sie Vintage-Material, vier neu aufgenommene Titel und ein kürzlich erschienenes Live-Solostück von Mike Duke zusammengestellt hat, der den grössten Teil seiner Karriere als Hauptsongwriter für Huey Lewis & the News aufgebaut hat. Bob Brown, der Manager von Huey Lewis & the News, ist es auch zu verdanken, dass dieses Projekt ins Leben gerufen wurde.

Duke ist ein Keyboarder und begnadeter Soul-Sänger, der mit 71 Jahren sein erstes Album veröffentlicht hat. Während «Hope You Love Me Like You Say You Do» und «Doin' It All for My Baby» für Lewis & the News seine bekanntesten Songs sein dürften, reicht Dukes Stammbaum bis zu Delbert McClinton, Gregg Allman und auch Dr. John, sowie zur Südstaaten-Band Wet Willie und den Outlaws zurück.
Also, zurück zu Bob Brown und der Geschichte, wie das Projekt ans Licht kam. Vor zwanzig Jahren kaufte Brown das alte Roadhouse «West Marin's Rancho Nicasio». Er stellte Duke ein, um den Laden zu betreiben und die Hausband, die Rancho All-Stars, mit Browns Frau, der texanischen Blues-Sängerin Angela Strehli, zu leiten. Seitdem ist Duke Teil des Rancho Nicasio. Die vier neuen Songs auf dem Album und die vier neuen Songs wurden dort aufgenommen, um diese 15 Titel umfassende Platte abzurunden.

Duke spielt Klavier und singt auf allen Titeln, einschliesslich der drei Huey Lewis Songs. «That's What So Good About the South» wurde ursprünglich von Duke an den grossen Dr. John gepitcht; und wenn man sich das Lied anhört, bestätigt sich, dass es ein perfekter Song für ihn gewesen wäre.
Auch mit dabei im Studio: Elvin Bishop, Kid Andersen, Jim Pugh und Angela Strehli.

 

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Swamp Dogg / Sorry You Couldn't Make It / 2020
Und gleich noch einmal Swamp Doch mit dem brandneuen Album: «Sorry You Couldn't Make It» wurde in Nashville aufgenommen. Gleich auf zwei Songs ist Swamp Dogg im Duett mit der Country-Folk-Legende John Prine zu hören.
Seine neuen Lieder sind Erzählungen über die Liebe, über das Fehlen desjenigen, den man liebt, über Mitgefühl, Familie und Freunde und sogar über die Art von Liebe, die den Tod übersteigt. Mit diesem Album, schliesst sich für Swamp Dogg ein Kreis als etwas, das sich für ihn als eine Art unerledigtes Geschäft angefühlt hat. «They didn't have any blacks in Country until Charlie Pride came along«, sagt er. »But in time, all things change and that's what has happened to country music.»
(Sie hatten keine Schwarzen auf dem Land, bis Charlie Pride kam», sagt er. «Aber mit der Zeit ändern sich alle Dinge, und das ist es, was mit der Country-Musik passiert ist.»)

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Swamp Dogg! / Cuffed, Collared & Tagged / 1972  Remaster 2013


Bereits 1972 erschienen, 2013 als Remaster neu aufgelegt habe ich das Album erst eben entdeckt – bis anhin war mir der Name Swamp Doch noch nie untergekommen!
«Cuffed Collared & Tagged» eine gelungen Mischung aus R&B, Funk, Rock & Roll von Swamp Dogg ( auch als Jerry Williams bekannt)  gefüllt mit seelenbefriedigenden Southern Soul Grooves, die von einer Top-Studioband gespielt wurde. Die Covers erinnern daran, was für ein erstaunlicher Sänger Williams in seinen besten Jahren war: Seine hervorragende Version von John Prines «Sam Stone» trifft den Kern der bitteren Geschichte eines drogensüchtigen Vietnam-Veteranen, und die achtminütige Aufnahme von Joe Südens «Don't It Make You Want to Go Home» ist emotional lebendig und kommt direkt aus dem Herzen oder «Lady Madonna» der Beatles, schlicht hervorragend. Wenn Sie das Mad Genius of Soul hören wollen, das ein paar erstklassige Jams liefert, ist dies genau das Richtige für Sie.

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Rudy Rotta / Now And Then...And Forever
Sänger, Gitarrist und Komponist Rudy Rotta hat den Blues gelebt. Der gebürtige Italiener, der in der Schweiz aufwuchs und durch die ganze Welt tourte, begeisterte sein Publikum mit seiner »Killergitarre« und einer musikalischen Mischung aus Blues und souligem Funk. Der Künstler, der im Sommer 2017 verstarb, hatte sich den Status der »Blueslegende« bereits zu Lebzeiten verdient. Neben seinen besten Songs sind auf den CDs auch einige italienische Schmankerl enthalten!

 

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Duke Robillard / Ear Worms
Seit er seine musikalische Karriere 1967 mit der Gründung von Roomful of Blues begann, steht Duke Robillard seit über 40 Jahren an der Spitze von Blues, Swing und klassischem R & B / Jump- Blues.
Er tourte als Gitarrist mit Tom Waits, den Fabulous Thunderbirds und Bob Dylan – nahm mit Musikern wie Bob Dylan, Ruth Brown, Jay McShann, Pinetop Perkins, Kim Wilson, Jimmy Witherspoon, Rosco Gordon, Maria Muldaur und vielen weiteren Grössen auf.
Rezensionen
«Allesamt Songs, mit denen er aufgewachsen ist, die ihn prägten – und die er nun mit ganz eigener einfühlsamer Note, aber auch energiegeladen in Erinnerung ruft. Deutlich wird dabei, welch grandioser wie flexibler Gitarrist er ist.» (Good Times, August / September 2019)

 

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Steve Earle & The Dukes | Guy
Ein wunderschönes Tribute-Album für eine Legende: Mit »Guy« widmet Steve Earle seinem musikalischen Weggefährten, Bandkollegen, Freund und Mentor – der Country Ikone Guy Clarke der vor drei Jahren starb – 2019 ein besonderes Album.
16 Stücke hat er dafür aufgenommen. Mit dabei sind Klassiker wie »Desperados Waiting For A Train« und »LA Freeway«.
Unterstützt wird Earle auf »Guy« zum wiederholten Mal von The Dukes – außerdem gibt es Gastbeiträge von Emmylou Harris, Rodney Crowell, Terry Allen, Jerry Jeff Walker und Mickey Raphael.


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Marc Broussard / Home (The Dockside Sessions)
Wer den Mann mit der phänomenalen Soul-Stimme immer noch nicht kennt, hat hier beste Gelegenheit, seine Qualitäten im Rahmen dieser «Unplugged»-Ses­sions zu entdecken.
Seine Interpretationen dieser zeitlosen Klassiker wie »Cry To Me«, »These Arms Of Mine«, »Do Right Woman, Do Right Man« und »I Love You More Than You'll Ever Know«, großteils nur auf Piano und akustischer Gitarre begleitet, schaffen Raum für seine außergewöhnliche Stimme und für den Geist und Soul von u. a. Otis Redding, Marvin Gaye und Al Green . . .

 

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Sophie Zelmani / Sunrise
»Behutsam, fast zärtlich zieht Sophie Zelmani den Hörer in ihre neue CD hinein. Die Schwedin gibt sich intim und gleichzeitig schwelgerisch.« (Good Times, April / Mai 2019)
»... sind den beiden aber wieder mal wunderbar entspannende Poplieder gelungen.« (Stereo, Mai 2019)
»Auch klanglich überzeugt dieses schöne Album – mit feinem Raumgefühl und toller Auflösung.« (Audio, Juni 2019)

 

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Delbert McClinton and Self-Made Men + Dana / Tall, Dark, and Handsome
Auf dem quicklebendigen jüngsten Album haucht der traditionsverhaftete Texaner R&B aus den 60’s («If I Hock My Guitar»), Geigenswing («No Chicken On The Bone»), einem Shuffle mit Big-Band-Bläsern («Mr. Smith») und aus der Mode gekommenen Modetänzen («Gone To Mexico») wieder Leben ein. Es ist kaum zu überhören, dass der dreifache Grammy-Gewinner und seine tolle Band viel Spass im Studio hatten. (
Stereo, September 2019)
«Auf seinem neuen Album liefert er mit seiner Band Self-Made Men inkl. Saxofonistin Dana Robbins ein knackiges Tribut an den Texas-Blues mit affinen Sound-Abstechern.» (Audio, September 2018)


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Van Morrison / The Prophet Speaks / 2018

14 Songs hat Van Morrison für sein Album Nummer 40  aufgenommen. Dazu gehören neben sechs neuen Songs auch einige Cover berühmter Klassiker, zum Beispiel John Lee Hookers «Dimples», Sam Cookes «Laughin And Clownin», Solomon Burkes «Got To Get You Off My Mind» und Willie Dixons «I Love The Life I Live».

«Unterstützt wird Morrison wieder von DeFrancesco und dessen Band, die der Platte einen der Musik angemessenen Retrosound verpassen. So swingt die Musik völlig zeitlos über die 14 Songs, als gäbe es kein Gestern und kein Morgen. Ein würdiges 40. Album von Van The Man!»
(Good Times, Dezember 2018 / Januar 2019)

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John Moreland / Big Bad Luv / 2017

Ein Singer/Songwriter, den ich eben erst entdeckt habe!
Moreland trat schon mit 13 Jahren zum ersten Mal vor Publikum in seiner Heimat Oklahoma auf und gehört seitdem zur Speerspitze einer neuen Generation traditioneller Singer/Songwriter, die für einen alternativen Country-Sound stehen. Seine Wurzeln hat er in der Punk- und Hardcore-Szene. Für den musikalischen Tapetenwechsel war massgeblich Steve Earl verantwortlich bzw. Morelands Vater, der grosser Fan von Steve Earl war. Als JM Earls «Rich Man’s War» hörte, tat sich für ihn eine neue Welt auf, in die er vollends abtauchte. Seitdem hat er drei Country-Folk-Alben veröffentlicht. Sein melancholisches Americana-Album «Big Bad Luv», das zwischen melancholischen Country-Melodien und harmonischen Rocksounds spielt, nahm Moreland mit Hilfe befreundeter Musiker aus Tulsa in Little Rock auf.

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Yvette Landry & The Jukes  Louisiana Lovin' /  2018


Louisiana Lovin' ist eine Zusammenarbeit zwischen der für den Grammy nominierten Sängerin/Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Yvette Landry und ihrer Kollegin Lafayette,

LA-Gitarristin/Sängerin Roddy Romero. Der Funke für das Album entstand aus einer zufälligen Aufnahmesession, in der Landry und Romero den einzigen Nummer eins Hit, der aus ihrer Stadt kam, rekonstruierten – Dale & Grace' Interpretation von «I’m Leave It Up To You». Das war der Starschuss für weitere Aufnahmen – sie wollten ein nostalgisches Album machen, das die glorreichen Tage der Dance Hall und Juke Joints in Louisiana widerspiegelt.
Highlight ist Bobby Charles' «Homesick Blues». Landry sagt: «Ich habe so etwas noch nie erlebt. Mein Bruder kam für kurze Zeit zu Besuch, als wir den Song aufgenommen haben, und das hat ihn buchstäblich zu Tränen gerührt. Als wir fertig waren, gingen wir zum Hören des Tracks, und er sah mich mit Tränen in den Augen an und sagte: «Yvette... was ist gerade passiert?» Ich antwortete: «Magie.» – Eifach mau inelose:-)

http://www.yvettelandry.com/merch/louisiana-lovin/

Heather Fiona / Every Beginning Has An End / 2018


Heather Fionas Album ist eine herzliche und gefühlvolle Sammlung von Songs mit einem «Blick» nach Motown und dem Nashville-Sound der 50er/60er-Jahre. Ihr herausragender Gesang hat die Verletzlichkeit von Tracy Chapman, vermischt mit dem Mut und der Tiefe von Adele.
Ein Gefühl der Nostalgie ist auf dem gesamten Album zu spüren, das von dem langsam brennenden Croon von «Sunday Afternoo» und «Even If» bis hin zur Uptempo-Blues-Nummer «Ode to Melbourne» reicht. Der Titeltrack «Every Beginning» ist eine kehlige Ballade, die sich zu einem stimmlichen Höhepunkt entwickelt. «Can I Hold Your Hand» und «Bad Taste» sorgen für spielerische bluesige Zwischenspiele. Im Gegensatz zum Rest des Albums ist das countrygeprägte «Bad For You» fast ein «Ausreisser», aber was für einer . . . tolles Album.

Frederick Helmut Pinggera / Hantesiass  / 2018

«Gute Songs haben drei Akkorde … und die Wahrheit» hat der magische Willie Nelson einmal gesagt. «Und dia isch eibn gonz oft hantesiass: bittr, und siass, z’gleich. Und sie tuat oan weah und guat aa, olz gleichzeite», stellt Frederick Helmut Pinggera dazu fest. Der Vintschgr (Vinschgau/Sürtirol) Singer/Songwriter, der in Bruneck lebt, hat mit seinem Freund Marc «Magoman» Giugni sein erstes Album aufgenommen. 11 Songs durch die die Leidenschaft für das Bittersüsse schimmert und die er in Vintschgr-Dialekt-Texten erzählt.
Was die Songs besonders macht? Drei Akkorde . . . und eben die bittersüsse Wahrheit. #hantesiass# bringt sie auf den Punkt.

 

https://www.ufobruneck.it

Roomful Of Blues / The First Album 1977

Ein Album von 1977 – aber auch heute immer noch ein Sahnestück des Rhythm'n Blues:
Gitarre Duke Robillard, Al Copley, Piano, Doug James und Greg Piccolo Sax und als Co-Produzent Doc Pomps.
Kommt nicht hektisch sondern ausgeruht rüber, satte, gut eingespielte Sax-Line mit «richtiger» Gitarre und Piano mag, wird dieses Album lieben – nervt nicht und man denkt an schöne alte Zeiten – «Muss-Haben-Gefühl». Wärmstens empfohlen – auch wenn schon einige Jahre her!

 

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Dr. John / N'Awlinz Dis, Dat Or D'Udda

Der «Night Tripper», wie Dr. John (aka Malcolm «Mac» Rebennack) sich selbst nennt, lud 2004 einige Musikerfreunde ein – B.B. King, Willi Nelson, Randy Newman, Mavies Staples, Cyril Neville, Dave Bartholomew und die Dirty Dozen Brass Band – gemeinsam haben sie ein reichhaltiges wie abwechslungsreiches Menü angerichtet.
Anspieltips: Eine ganz eigenwilligen Interpretation von «When The Saints Go Marching In» mit Mavis Staples (alleine diese extraordinäre Variante ist den Kauf wert), das geniale  Duett «I Ate Up The Apple Tree» mit Randy Newman, «Time Marches On» mit B.B.King und Willie Nelson, «The Monkey» mit Dave Bartholomew und Eddie Bo, sowie die eine Neudefinition von «St. James Infirmary».

 

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Eric Clapton / Live in San Diego (Special Guest JJ Cale) / 2016

In der Fülle von Veröffentlichungen kann es schon mal passieren, das ich ein Album erst viel später entdecke. So geschehen beim 13. Live Album von Eric Clapton, das 2016 erschienen ist.
Aufgenommen wurde die Compilation bereits im März 2007 in San Diego. Bemerkenswert auch deshalb, weil Mr. Slowhand allein fünf Tracks mit seinem mittlerweile verstorbenen Idol und Vorbild J.J. Cale vorträgt.
Neben J.J. Cale sind mit Robert Cray, Doyle Bramhall II und  Derek Tucks weitere hochkarätige Musiker mit von der Partie. Es wird improvisiert was das Zeug und geht teilweise richtig ab. Mein persönlicher Favorit »After Midnight» – Clapton und J.J. Cale in Hochforn. Auch die anderen Songs

haben hohen Spassfaktor.

 

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Johnny Tucker / Seven Day Blues / 2018

 

Ein Album, das den Status «Haben-Muss» verdient!!!


Als Schlagzeuger ist Johnny Tucker bereits seit den Sechzigern unterwegs – und begleitete als solcher Grössen der schwarzen Musikszene wie Phillip Walker, Johnny Otis, Floyd Dixon oder Robert Cray. Sein Talent als Sänger kam dabei eher selten zum Tragen, und umso mehr ist nun diese Aufnahme zu feiern. Auf den fünfzehn selbst komponierten Stücken zeigt sich Tucker als Bluesshouter der alten Schule. Vergleiche mit Howlin’ Wolf sind durchaus angebracht. Produzent und gleichzeitig Gitarrist der in Form von mehreren Sessions abgehaltenen musikalischen Treffen war Big John Atkinson. In einem alten Aufnahmestudio kamen die Musiker zusammen, spielten gemeinsam in einem grossen Raum, wodurch eine Liveatmosphäre entstand.

Aufgenommen auf historischem, analogem Equipment und aufgrund der Räumlichkeiten mit natürlichem Raumklang versehen, klingen die Aufnahmen dann auch spontan, direkt, authentisch.

Sicher bewegt sich Johnny Tucker dabei auf der Grenze zwischen Blues, RnB, Gospel und frühem Soul. Eigentlich ist es kaum möglich, sich dem Vintagecharme dieses Albums zu entziehen – und das gilt nicht nur für Bluesliebhaber.
Achim Hennes – www.folker.de

Ry Cooder / The Prodigal Son / 2018


Der verlorene Sohn ist zurückgekehrt: »The Prodigal Son«, das lang erwartete Comebackalbum von Ry Cooder, zeigt den Gitarristen 2018 in absoluter Höchstform.
Elf Songs hat Cooder dafür geschrieben oder ausgesucht und schließlich in Hollywood aufgenommen. Um die Produktion kümmerte sich der Musiker selbst zusammen mit seinem Sohn und Langzeitpartner, dem Schlagzeuger Joachim Cooder.
Das Ergebnis ist eine Mischung aus eigenen neuen Kompositionen und Coverversionen von Songs von Blind Roosevelt Graves, The Stanley Brothers, Blind Willie Johnson, Alfred Reed und weiteren traditionellen amerikanischen Liedern.
»Er gewährt musikalisch einen tiefen Einblick in die amerikanische Seele und stellt aktuelle politische Bezüge her. Die meisten Instrumente haben die beiden Cooders selbst gespielt, aber für die Pedalsteel
holten sie sich Altmeister Ralph Mooney. Rundum gelungen!« (Good Times, Juni / Juli 2018)

 

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Mitch Woods / Friends Along The Way

Ein wunderbares Bluesalbum mit 17 grossartigen Titeln.

 

Mitch Woods ist ein amerikanischer Boogie-Woogie, Jump-Blues und Jazz-Pianist und Sänge
Auf Tours durch die Staaten wurde er zuerst einem Club-Publikum und später auch dem grösseren Publikum bekannt, denn er wurde je länger, desto mehr zu grossen Festivals eingeladen
Mit den Jahren wurde Mitch Woods auch in Musikerkreisen so bekannt, dass man mit ihm zusammen spielen wollte.

Einen grossen Teil dieser Kooperationen hat Mitch Woods jetzt auf seinem Album «Friends Along The Way»veröffentlicht. Die Liste der Kooperationspartner ist lang und prominent: Van Morrison, Taj Mahal, Marcia Ball, Charlie Musselwhite, Kenny Neal, Cyril Neville, Elvin Bishop, Ruthie Foster, Joe Louis Walker, John Hammond und  Maria Muldaur . . .

 

Mehr:
http://www.good-music.ch

Dee Dee Bridgewater / Memphis...Yes, I'm Ready

Mit dem brandneuen Album «Memphis...Yes, I'm Ready» spricht  Dee Dee Bridgewater ein  Publikum an, das ihre früheren Alben vielleicht als zu sehr im Jazz angesiedelt empfand. Die Songs sind grösstenteils Covers – zum Beispiel Al Greens «I Can’t Get Next To You» oder Donald Bryants «I Can’t Stand the Rain», Big Mama Thorntons «Hound Dog», «Don’t Be Cruel» von Elvis oder « Try a Little Tenderness » von Otis Redding.
Ein Hörvergnügen für alle die auf Memphis-Soul stehen – hervorragend interpretiert von Dee Dee Bridgewater.

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Mavis Staples /  If All I Was Was Black

 

Eine der treffenensten Rezensionen, zu dieser Veröffentlichung . . .


Auf ihrem dritten gemeinsamen Album geben Mavis Staples und Wilco-Genius Jeff Tweedy ihrer soulgetränkten Americana einen subtilen politischen Drall.
Donald Trumps Präsidentschaft mag zu den grossen Ärgernissen unserer Zeit zählen – im Hinblick auf die politischen Dimensionen des amerikanischen Pop erwies sie sich jedoch als fruchtbarer Nährboden. Er habe bisher stets unter der Prämisse gearbeitet, dass Kunst an sich schon ein politisches Statement sei, sagt Jeff Tweedy. «Aber angesichts dessen, was gerade in unserem Land passiert, würde ich mich schuldig fühlen, wenn ich nicht auch musikalisch darauf antworten würde.»

Die Antwort besteht im Falle von «If All I Was Was Black» aus zehn Songs, die Tweedy Mavis Staples im Rahmen ihrer dritten Zusammenarbeit auf den Leib schrieb.

Das Ergebnis ist ein wunderbar ausbalanciertes Album zwischen Wilco-typischer Americana und dem umwerfenden Soul in der Stimme der 78-Jährigen; zwischen forscher Anklage («Oh, they lie, and they show no ­shame», heißt es etwa in «Who Told You That») und einer universellen Be­schwörung von Einheit, Freundschaft und Liebe, die das «and of the free» unter dem dummdreisten Spaltpilz im Weißen Haus derzeit so nötig hat wie selten zuvor.

https://www.musikexpress.de

Thomas Earl «Tom» Petty (20. Oktober 1950 – 2. Oktober 2017)

Die Alben «Full Moon Fever» (1989), «Into The Great Wide Open» (1991) und «Wildflowers» (1994) sind die bekanntesten Alben von Petty. Im «Into The Great Wide Open»-Video spielen die Stars Johnny Depp, Faye Dunaway und Matt LeBlanc mit. Ab 1989 war Petty Teil der legendären All Star-Gruppe «The Traveling Wilburys», neben Bob Dylan, Roy Orbison, George Harrison und Heartbreakers-Produzent Jeff Lynne (Electric Light Orchestra).

Tom Petty And The Heartbreakers ‎– Damn The Torpedoes
1997 – meine erste Begegnung mit Tom Petty – besonders angetan hatten es mir die Songs «Louisiana Rain» und «Refugee» auf diesem Album.

Weitere hörenswerte Tom Petty Songs:
Stop Draggin' My Heart Around mit Stevie Nicks /  The Waiting / This Old Town
U Get Me High / You Got Lucky / Don't Come Around Here No More
Runnin' Down A Dream / You Don't Know How It Feels / American Girl
I Won't Back Down / Into The Great Wide Open / Breakdown / Free Fallin / Learning To Fly

Van Morrison – Roll With the Punches

Van Morrison hat im Laufe seiner langen Karriere schon auf diversen musikalischen Hochzeiten getanzt, wobei Blues und R&B bereits in den Sechzigern eine wichtige Rolle in seinem Schaffen spielten, als er etwa mit der Gruppe Them seinen ersten Hit in den UK-Charts mit einem Cover von Big Joe Williams’ Klassiker «Baby Please Don’t Go» landen konnte. Nun legt der mittlerweile 71-Jährige – ähnlich wie schon 1993 mit „Too Long In Exile“ – mit seinem sage und schreibe 37. Studiowerk erneut einen Longplayer vor, der sich besagten Genres widmet und auf dessen Tracklist sich neben fünf Songs aus eigener Feder unter anderem Titel von Bo Diddley, Sam Cooke, Sister Rosetta Tharpe oder Lightnin’ Hopkins finden. Mit Chris Farlowe, Georgie Fame, Jeff Beck und Paul Jones konnte Morrison zudem gleich mehrere Gastmusiker aus seiner Generation als Mitstreiter gewinnen, die allesamt gleichfalls Bezüge zur britischen R&B- und Bluesszene der 1960er-Jahre haben. Gelungen ist «Van the Man» und seiner exzellent aufspielenden Begleitmannschaft dabei ein handwerklich hervorragend gemachtes, elegant groovendes, ehrliches und bestens produziertes Alterswerk. Unbedingt empfehlenswert!

Michael Seiz – bluesnews.de

The Sherman Holmes Project / The Richmond Sessions

Nachdem 2015 sowohl sein Bruder Wendell Holmes als auch Popsy Dixon gestorben waren, war Bassist Sherman Holmes der letzte der Holmes Brothers. Sein jetzt veröffentlichtes Album «The Richmond Session» erinnert musikalisch mit seiner Mixtur aus Bluegrass, rauhem Rock & Roll, Blues und Gospel natürlich an diese großartige Band. Und es zeigt, dass der 77jährige Musiker noch immer ein fantastischer Sänger ist
Die Songauswahl ist hier so überraschend, wie auch schon bei den Holmes Brothers: Marvin Gayes «Don't Do It» erinnert hier an die berühmte Fassung von The Band. «Green River» von Creedence Clearwater Revival hatte Sherman auch schon mit den Holmes Brothers aufgenommen. Hier wird aus dem Klassiker ein unaufhaltsam dahin trabender Countryblues.
Gemeinsam mit Joan Osborne singt er dann noch den Soulklassiker «Dark End of The Street».

Sherman Holmes setzt mit diesem Album die Tradition der Holmes Brothers grossartig fort und wer da nicht zumindest reinhört, verpasst eines der Alben des Jahres 2017 – garantiert!

Mehr:
http://wasser-prawda.eu/index.php/blues/sherman-holmes-the-richmond-sessions

Marc Broussard / S.O.S.2 Soul On A Mission

Marc Broussard gehört sicherlich zu den eindrücklichsten Soulsängern der Gegenwart. Man fühlt sich deutlich an die Grosstaten von Stax oder Atlantic Records erinnert. Und bei den schnellen Nummern zuckt sofort das Tanzbein.
Die Grösse Broussards zeigt sich in den langsamen Stücken. Hier steht seine rauhe und kantige Stimme ganz im Zentrum. Und der Sänger schafft es, die alten Nummern sich zu eigen zu machen. Man glaubt ihm die alten Geschichten.
Und wie es sich für eine ordentliche Soulplatte gehört, wird an der Begleitung nicht gespart. Neben seiner Band hat er noch Streicher vom ACADANIA SYMPHONY ORCHESTRA und die fantastischen 504 Horns ins Studio geholt.

Als Gäste hat er sich Huey Lewis und JJ Grey für jeweils eine Nummer eingeladen. Zwei unterschiedliche Stücke, «In The Midnight Hour»von Wilson Pickett und Otis Reddings Schmachtfetzen «These Arms of Mine»entwickeln als Duette noch mal einen Extra-Reiz.

Abgesehen von der unbedingt unterstützenswerten Mission des Sängers – ie Hälfte der Einnahmen der von ihm gegründeten SOS Foundatin, die sich der Bekämpfung der Obdachlosigkeit widmet – ist «Soul On A Mission» ein mehr als gelungenes Album für sommerliche Soulparties. Sehr empfehlenswert!

Mehr
http://wasser-prawda.eu/index.php/soul/marc-broussard-s-o-s-2-soul-on-a-mission

Lazer Lloyd – Lots Of Love Records

Eine bestechende stimmliche Performance, gepaart mit einem gitarristischen Ansatz, der auf melodische Soli und songdienliche Riffs setzt und selbst bei rockbetonten Nummern nie Gefahr läuft, sich in strukturlosem Gedudel zu verlieren, so präsentiert sich der in New York geborene «israelische Bluesrock-König»(Releaseinfo) auf seinem selbstbetitelten neuen Soloalbum. Im Wesentlichen mit dem etatmässigen Bassmann seiner Band sowie einem Sessiondrummer im klassischen Trioformat eingespielt, stand Lazer Lloyd bei den Aufnahmen in zwei Tel Aviver Studios bei vier der insgesamt zwölf Tracks zusätzlich ein Keyboarder zur Seite und stilistisch bewegt sich das Ganze im Spannungsfeld von Blues, Rock und Americana. Dabei weiss Lazer Lloyd auch als Harper und Songschreiber zu überzeugen und so findet sich mit einer Akustikversion von Otis Reddings «Sittin’ On The Dock Of The Bay˙ auch lediglich ein Song auf der Tracklist, der nicht aus seiner eigenen Feder stammt. Michael Seiz www.bluesnwes.de

http://www.lotsofloverecords.com/

Thorbjørn Risager & The Black Tornado – Change My Game

«Change My Game“ ist ein wahrhaft grossartiges Album – es wirkt, je länger man es hört».

Das nennt man wohl ein schwieriges Erbe: 2014 brachten Thorbjørn Risager & The Black Tornado mit «Too Many Roads» ihr preisgekröntes neuntes Album heraus, für das der Frontmann mit der Reibeisenstimme und seine siebenköpfige Band weltweit mit Lob überschüttet wurden. Für die Fans, die der Kopenhagener Band seit 2003 folgen, war es die beste Veröffentlichung ihrer bisherigen Karriere.
Mit Change My Game hat Thorbjørn die Messlatte noch einmal ein Stück höher gelegt. Anstatt wie andere Bands weiter auf den einmal bekannten Pfaden zu wandeln, hat sich die Band neue kreative Gründe erschlossen, probiert neue musikalische Richtungen aus und liefert ein ganzes Bündel kühner Songs ab, die direkt und eingängig und zugleich reich an tieferer Bedeutung sind.

 

www.rufrecords.de

George Thorogood And The Delaware Destroyers

George Thorogood feierte mit diesem Album 1977 seinen Durchbruch, auch wenn ihm nie der
Sprung ganz an die Spitze gelingen sollte. Erstmals ist das rohe, ungeschliffene Original zu hören.
Als Bonus gibt es außerdem einen bisher unveröffentlichten Track: eine Coverversion von Elmore James’ «Goodbye, Baby». Thorogood, damals 27 Jahre alt covert Elmore Jamesgleich drei Mal, Earl Hooker und schliesslich dessen Nachnamensvetter JohnLee mit «One Bourbon, One Scotch And One Beer», der Hymne dieses Albums. Dieses Re-Release macht richtig viel Spass.

 


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Sven Zetterberg: Something For Everybody

Der schwedische Blues- und Soulmusiker Sven Zetterberg ist im Alter von 64 Jahren verstorben.
Mit seiner Mischung aus Chicago-Blues und Southern-Soul im Retro-Soundkostüm konnter viele Fans gewinnen. Auf seiner zuletzt erschienen CD «Something For Everybody» präsentiert der schwedische Sänger, Gitarrist, Slide- und Mundharmonikaspieler einen authentisch beseelten Mix aus Blues und Soul. Bereits der erste Song, eine Bluesnummer «Cry To Me» gibt dabei unmissverständlich die musikalische Marschrichtung vor.
Ein tolles letztes Album von Sven Zetterberg.


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Melissa Etheridge / Memphis Rock And Soul

In den 1960er- und 70er-Jahren hatte ein Label besonders grossen Einfluss auf die Entstehung der Soulmusik in den USA: Stax Records. Das Independentlabel war verantwortlich für die Entwicklung des «Memphis-Soul».
Insgesamt zwölf Songs und Musiker hat sich Melissa Etheridge für «Memphis Rock And Soul» zum Vorbild genommen, darunter Soullegenden wie Otis Redding, Rufus Thomas, The Staple Singers, William Bell, Johnny Taylor und viele mehr. Für einige der Stücke schrieb die Sängerin sogar neue Texte.
Mit ihrem neuen Album zeigt Melissa Etheridge, dass sie nicht nur den Rock, sondern auch den Soul im Blut hat.

 

Mehr lesen:
www.jpc.de

John Prine / For Better, Or Worse

Fünf Jahre gab es nichts Neues von John Prine. Jetzt hat er ein neues Album angekündigt: For Better, Or Worse ist der Titel, unter dem 15 Songs erscheinen, zu denen er einige bekannte Countrysängerinnen eingeladen hat. 1999 hatte Prine bereits eine solche Duett-CD «In Spite Of Ourselves» veröffentlicht, auf der er mit diversen Countrykünstlerinnen wie Trisha Yearwood, Connie Smith und Melba Montgomery gesungen hatte. Beim neuen Projekt sind diesmal ganz junge und sehr erfolgreiche Damen dabei, wie Miranda Lambert, Kacey Musgraves und Amanda Shires. Aber auch die in den 1980er und 90er Jahren zu Ruhm gelangte Kathy Mattea, Lee Ann Womack und Bluegrasslegende Alison Krauss sind zu hören.

Hier weiterlesen:
http://www.country.de/2016/07/25/john-prine-neues-duettalbum-for-better-or-worse/

Shawn Colvin & Steve Earle / Colvin & Earl

Die beiden Countrystars und Grammy-Gewinner Shawn Colvin und Steve Earle haben sich zu einem Duo zusammengetan und präsentieren ein gemeinsames Album: «Colvin & Earle».
Bis zur Aufnahme hat es allerdings gedauert, zumal die beiden Musiker eigentlich bereits eine lange Vergangenheit teilen. Vor gut 20 Jahren nahm Shawn Colvin nämlich eine Coverversion von Steve Earles Song «Someday» auf, wodurch eine Freundschaft entstand. 1987 teilten sie sich erstmals eine Bühne in Northampton, Massachusetts. In den darauffolgenden Jahren unterstützten sie sich immer mal wieder gegenseitig, indem sie bei den Konzerten des jeweils anderen mitwirkten.
Diese langjährige Livezusammenarbeit hat jetzt endlich Früchte getragen. Vor Kurzem ging es gemeinsam mit Produzent Buddy Miller ins Studio, wo insgesamt zehn Songs entstanden. Und so flossen aus Earles Feder neue Songs; hinzu kommen Covers von «Ruby Tuesday» der Stones oder «Raise The Dead» von Emmylou Harris.
Kommt Zeit, kommt … ein Album. Diese Platte war schon lange überfällig, jetzt ist sie da: Mit «Colvin & Earle» geben sich zwei echte Countryikonen die Ehre.

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Steve Arvey and Pete Cornelius / Freerange

Der Chicago Blues-Veteran Steve Arvey zusammen mit dem Tasmaniener Pete Cornelius – eine geniale Kombination.
Die CD ist eine gelunge Mischung aus Blues, Rock , Blues-Rock und Akustik-Blues. Die feine Stimme von
Pete Cornelius und sein Gitarrenspiel passen gut zur eher rauen Stimme von Steve Arvey
Die Tracks sind eine Mischung aus Original-Material von Steve mit einigen traditionellen Bluessongs.
Phil Wilson übernimmt  den Bass, Matt Neil bearbeitet die Drums.
Alle vier waren mir bis heute unbekannt – und ich kann Steve nur zustimmen wenn er sagt: « Pete Cornelius ist eine der besten Gitarristen ich je gekannt habe» .


Eine abwechslungsreiche CD, die in die Kategorie «Muss man haben» gehört.

Eva Cassidy – Nightbird

 

Vom «Songbird» zum «Nightbird»
Gerade einmal 33 Jahre wurde Eva Cassidy, dennoch hinterliess sie ihrer Nachwelt einige grossartige Songs mit Coverversionen berühmter Hits aus Folk, Soul, Gospel, Blues, Jazz, Rock und Pop. Den Erfolg der meisten ihrer Songs erlebte sie selbst nicht mehr, da viele erst nach ihrem frühen Tod veröffentlicht wurden. Ihr Album «Songbird» beispielsweise erschien erst 2001 und zählte mit über einer Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Alben des Jahres in England.


Für echte Eva-Cassidy-Fans und solche, die es mit ihrem neuen Album vermutlich werden, erscheint «Nightbird» in zwei einzigartigen Limited Editions: ein Set, bestehend aus Doppel-CD und Bonus-DVD, sowie selbige Version, ergänzt um vier 180-g-LPs.


Rezensionen
Mit Nightbird erscheint nun erstmals das komplette Material, das an diesem Abend aufgenommen wurde, darunter acht bisher unveröffentlichte Tracks wie «Son Of A Preacher Man», «Route 66» und »Late In The Evening÷, herrlich interpretierte Songs, die einmal mehr Cassidys Ausnahmekönnen zeigen.«                             (Good Times, Dezember 2015)

 

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Duke Robillard  – The Acoustic Blues & Roots of Duke Robillard

Mit seiner Akustik-Gitarre zollt der Duke den Begründern der amerikanischen Roots-Musik Tribut und demonstriert seine Liebe zum Blues, Country, Ragtime und Folk.
Robillard präsentiert sich hier nicht nur als Meister auf sämtlichen akustischen Saiteninstrumenten zwischen Banjo, Mandoline und Gitarren. Er ist hier auch als Sänger zu erleben, der ebenso swingenden Jazz singt wie er Rodgers «Jimmies Texas Blues» jodelt

 

Ein tolles Album, das sich aus dem belanglosen Allerlei abhebt – hinsetzen und einfach «lose»!

Mighty Sam McClain & Knut Reiersrud – Tears of the World

«Tears Of The World» ist das Vermächtnis des im Juni 2015, im Alter von 72 Jahren, verstorbenen Mighty Sam McClain’s. Zusammen mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud hat der aus Louisiana stammende Mighty Sam McClain diese letzte Album eingespielt. Klanglich eine gute Aufname, die nichts zu wünschen übrig lässt: Die Hammond faucht, die Bläser in Hochform und wie so oft bei den Produktionen von Mighty Sam McClain ein groovender Rhythmus – da geht was ab. Selbst eine Country Ballade von Carlen Carter bringt die Leute zum Tanzen.
Kurzum sicher ein Album, das man ins Regal stellen oder auf der Harddisk verewigen kann/muss.

Auch ganz interessant das Album «Scent Of Reunion», das er zusammen mit  der iranischen Sängerin
Mahsa Vandat  2010 eigespielt hat – einfach mal «innelose» . . . und wer Mighty Sam McClain
bis anhin nicht kannte, dem seien auch die anderen Alben empfohlen.

Warren Haynes – Ashes & Dust (Featuring Railroad Earth)

 
Der Gov't Mule-Gitarrist lässt auch als Songwriter das Jammen nicht.
Warren Haynes präsentiert uns auf seinem dritten Soloalbum «Ashes & Dust» eine Welt jenseits
der Rockmusik. Americana und Folklore mit irischem Einschlag dominieren auf «Ashes & Dust».
Die Band Railroad Earth aus New Jersey begleitet Haynes’ Slide- und Akustikgitarren mit Mundharmonika, Mandoline, Banjo und Fiddle.
Rau aber sanft singt Warren Haynes zum melancholischen Folk. Im melodiösen Duett mit Grace Potter gibt es «Gold Dust Woman», ein
Fleedwood Mac-Cover, zu hören. Weitere Coverversionen und die eigenen Stücke zeigen eine grosse emotionale Bandbreite.
Sheldon

Sigi Maron – Dynamit und Edelschrott   CD

 

Kein Rollstuhl-Blues
Sigi Maron ist ein alter Hase. Sein Austropop tönt seit 1976 und hat ihm 1985 mit «Geh no net furt» (ein Ray Davies Cover) sogar zehn Wochen lang Chartserfolg beschert. Nach einem langen krankheitsbedingtem Unterbruch ist letztes Jahr das zweite neue Album erschienen: «Dynamit und Edelschrot». Irrtum vorbehalten: sein zwanzigstes. Sigi Maron ist sich treu geblieben. Sang er früher die «Ballade von« ana horten Wochn» mit dem legendären Refrain («Leckts mi am Oasch»), so ist diesmal  «s’Lebm hoart in Favoriten». Also lebt er immer noch den Favoriten n’ Blues, wie weiland Ostbahnkurti sang.
Musikalisch changiert das Album zwischen Volksmusik, Protestsong, Rock, Rap, Reggae und orientalischen Tönen. Maron besorgt das alles mit etwas Hilfe von seinen Freunden, den neuen Volksmusikern von Attwenger etwa, den Ruhrpott-Rappern von Bandbreite und vielen weiteren Gästen wie etwa dem Autor Peter Turrini. Von seinen politischen Überzeugungen ist Sigi Maron nicht abgerückt. Er mag manchmal etwas sehr plakativ tönen, wenn da «Blut an seinem Handy klebt» und zum Schluss die internationale Solidarität beschworen wird,  aber es gibt auch die poetischen Zwischentöne, nicht altersmilde, aber altersweise vielleicht und manchmal auch etwas wehmütig. So wie es zum angekündigten Abschied von der Bühne passt.     KM

The Holmes Brothers

Die Brüder Wendell und Sherman Holmes waren über fünf Dekaden musikalisch aktiv und trafen bereits in den 60er-Jahren auf den Schlagzeugen Willie «Popsy» Dixon. Offiziell gegründet wurden The Holmes Brothers aber erst 1979, das sehr erfolgreiche Blues-, Soul- und Gospel-Trio veröffentlichte zwölf Alben.
Für ihr musikalisches Schaffen wurden die Holmes Brothers mit verschiedenen Preisen geehrt, unter anderem mit zwei Blues Music Awards.

Wendell Holmes, Sänger, Gitarrist, Pianist und Songwriter der Holmes Brothers, ist am 19. Juni im Alter von
71 Jahren verstorben. Schlagzeuger Willie «Popsy» Dixon verstarb bereits am 9. Januar 2015 an den Folgen eines Krebsleidens.

Stellvertretend für das Schaffen der Holmes Brothers hier das erste – 1989  erschienene –   Album «In the Spirit» der Band. Mit einer sagenhaften Version von «When Something Is Wrong With My Baby», dem Gänsehaut-Titel «None But the  Righteous» und als Einstieg in eine der besten  Soulscheibe der letzten 25 Jahre der Opener «Please Don’t Hurt Me» und dass die Brothers es  auch krachen lassen können beweist der
vierte Titel dieser CD «Hey, Hey, I Live You».
Das Album stiess auf begeisterte Kritiken und gewann den Preis der French Academie du Jazz als beste Rhythm ‘n Blues Platte des Jahres.
Die komplette Diskografie der Holmes Brothers:
http://www.allmusic.com/artist/the-holmes-brothers-mn0000062404

Doug MacLeod / There's A Time   CD / Highres-Download


Das Album von Blues-Altmeister Doug MacLeod mit dem Titel «There's A Time» ist klanglich und musikalisch der absolute Überflieger! Gleich die ersten Paar Takte packen den Zuhörer. Hier stimmt einfach alles: Musik, Interpretation und Aufnahme.
Ausserdem ist die intime Atmosphäre dieser mit HDCD-Technologie aufgenommenen Scheibe einmalig. Wie bei den besten Liveauftritten von MacLeod hängt man an jedem Wort, jedem Flüstern, jeder gespielten Note. Einfach fabelhaft.

Deep Purple /  Made in Japan   / Highres-Download

 

Rock-Nostalgie
«Made in Japan» war ursprünglich ein Vinyl-Doppel-Livealbum von Deep Purple und wurde im Dezember 1972 in Europa veröffentlicht. Diese legendären Aufnahmen aus dem Jahre 1972 mit Extrakten aus drei Deep Purple Japan-Konzerten sind heute auf Trägern wie LP, CD, DVD und Blu-ray und nun auch als Hi-Resolution-Download erhältlich.

Steve Strauss / Sea of Dreams  / Just Like Love / Powderhouse Road    CD / SACD / LP

Die Rückkehr des Song-Helden: Runde zehn Jahre nach seinem Erfolg «Just Like Love» stellt der Sänger und Komponist sein neues SACD-Album vor: «Sea of Dreams».
Warum hat es so lange gedauert? Weil Steve Strauss in zwei Welten lebt. Neben seiner Leidenschaft für Gitarre und Notenpapier arbeitet der Mann aus dem Staate New York als Sozialarbeiter in seiner Heimatstadt. Oder in den eigenen Worten: "I am a man upon a road, It doesn’t have a name, In my pockets only dust, But in my heart a flame …“ Diese Flamme hat ihn wieder in das Studio von Stockfisch Records zurückgebracht – mit 14 neuen Songs.

Lesen Sie weiter:
www.stockfisch-records.de

PS Das Stockfisch-Label hat noch einige Songperlen mehr in seinem Katalog . . .

 

Sven Zetterberg / Southern Soul Agenda   CD


Ein Soulalbum aus Schweden vom vielleicht besten europäischen Bluessänger. Auf diesem schlicht herzergreifenden Album zollt er auf seine Weise seinen grossen Soul-Idolen Tribut. Sven Zetterberg und seine Mannen überzeugen mit viel Gefühl, starkem Gesang, ausgereiften Arrangements und spieltechnischer Raffinesse. Seine mit Inbrunst gesungene Coverversion des Otis-Redding-Songs «I‘ve Got Dreams To Remember» ist absolut umwerfend. Für alle, die auf Soul stehen, ist dieses Album Pflicht.


Weiter Empfehlenwertes von Sven Zetterberg: Grounded in Reality, Mileage, Moving in the Right Direction

www.svenzetterberg.com

Nick Gravenites –  Don't Feed the Animals      CD


Wieder einmal im Zuge meines Projekts «CD-Rippen» bin ich auf eine CD gestossen, die seit Jahren nicht mehr im CD-Player gelandet ist – völlig zu Unrecht!

Nick Gravenites – eigentlich: Nicholas George Gravenites – ein amerikanischer Sänger, Songschreiber und Musikproduzent. Von 1969 bis 1972 war Gravenites Mitglied von Big Brother And The Holding Company – der «Begleitband von Janis Joplin.

So wurde 1996 die CD in diversen Zeitschriften besprochen:
«Oh, was für eine CD, werden Alt-68er verzückt stöhnen. Tatsächlich gibt der Westcoast-Gitarrero und raubauzige Vokalist Nick Gravenites Pfeffer wie in den seligen Tagen der Electric Flag, deren Sound er nebst Mike Bloomfield prägte. Den weissen Soul-Blues mit einem schwerem Schlag Rock - verkörpert «Funky News». Bei dem rauchverhangenen «Wintry Countryside» wachen längst vergessene Gefühle auf, ebenso beim treibenden «Buried Alive In The Blues». In drei ähnlich reifen Blues-Muckern geht die Post live prächtig ab».
 
 «Nick Gravenites ist ein alter Haudegen, der heute so gut ist wie nie zuvor. Er spielt seine Blues-Nummern schnörkellos, präzise und auf den Punkt. 1994 live in einem kleinen Club in Bodega Bay, CA, aufgenommen, gibt es hier elektrischen Westcoast Blues erster Güte. Atmosphärisch an «Live at the Keystone» von Jerry Garcia und Merle Saunders erinnernd, wird deutlich, warum dem Bluesmann Nick Gravenites heute so viel Respekt entgegengebracht wird».

 

Absolut hörenswert und so richtig live . . . leise «lose» geht nicht!!!!

John Hiatt – Terms Of My Surrender     CD /LP

Auf John Hiatt ist Verlass. Er ist seit 40 Jahren im Musik-Geschäft und bringt seit eh und je relativ konstante Leistungen auf hohem und höchstem Niveau zustande. Einige Alben haben mir nicht so gefallen – aber das ist mein ganz persönlicher Geschmack. Wer John Hiatt nicht kennt, soll sich einfach mal durch seine Alben «durchhören».
Seine ersten Jahre als Profimusiker waren allerdings durch kommerziellen eher mässige Erfolge geprägt, obwohl er sich schon früh ein hohes Ansehen bei Kollegen und Kritikern erarbeitet hatte.
Durch das vielbeachtete Album «Bring The Family» mit Hilfe von Ry Cooder erreichte er 1987 auch beim breiten Publikum einen ersten Achtungserfolg. Nicht zuletzt, weil er hier von einer Band aus legendären Musikern begleitet wurde: Ausnahmegitarrist Ry Cooder an der Gitarre, Session-As Jim Keltner am Schlagzeug und der britische Singer-Songwriter Nick Lowe am Bass erzeugten einen traumhaft wohlklingenden, kribbelnden Sound. Diese Formation harmonierte übrigens so gut, dass sie 1992 noch einmal unter dem Namen «Little Village» zusammenkam und eine weiteres grandioses Album einspielten.
Sein 22. Studioalbum – Das Album ist überwiegend akustisch ausgerichtet, aber nicht puristisch instrumentiert. Nur bei fünf Songs kommen unterstützend elektrische Gitarren zum Einsatz. John Hiatt variiiert zwischen laut und leise – typisch dafür ist das Stück «Long Time Comin`». Das Lied fängt ruhig und ausgeglichen an, dann mischt eine verzerrte, aber melodische Gitarre den Songs auf. Grandios, wie das «altersschwache» Banjo beim Song «Wind Don`t Have To Hurry»  den Ton angibt.

Ein Hiatt-Album, das ich undenklich empfehlen kann und die Vinyl-Ausgabe tönt sogar noch eine Tick besser – sprich runder und druckvoller – als die CD!

Robert Ealey  Turn Out the Lights           CD
Geht's Ihnen manchmal auch so wie mir – da nehme ich eine CD aus dem Gestell, die gefühlte
10 Jahren nie mehr den Weg in den CD-Player schaffte . . . und plötzlich beginnen die Füsse zu wippen.
Genauso ist es mir mit dem Album «Turn Out the Lights» des Texaners Robert Ealey (1925 – 2001) aus dem Jahr 1996 ergangen.
«Turn Out the Lights» ist das wohl beste Album von Robert Ealey, nicht weil er etwas Neues versucht hat, sondern weil er schlicht und einfach, das was er perfekt beherrschte – Texas Blues mit viel Soul –  noch ein weniger perfekter performte. Manchmal ist eben weniger viel mehr. Unterstützt von Klasse-Mitmusikern wie Schlagzeuger Ty Grimes und den Gitarristen Mike Morgan, Jim Suhler, Coco Montoya und seinem langjährigen Partner an der Gitarre Tone Sommer, «stürmt» Ealey durch eine Reihe von Originalen –  «Turn Out the Lights ist schlicht ein «Have-A-Good-Time-Music». Wer dabei nicht in Party-Laune kommt . . . tja wann dann?

Und wenn wir schon dabei sind – auch das zweite äusserst empfehlenswerte Album von 1997 «I Like Music When I Party» nicht so «lüpfig» wie das Vorgängeralbum, eher dominieren hier funky Klänge.

Big Daddy – Cutting Their Own Groove     CD

Eine weiterer Tipp aus vergangenen Tagen – von einer Band, die wohl die wenigsten kennen:

«Like A Virgin» von Madonna, «Money For Nothing» von den Dire Straits – wetten, dass Sie diese Stücke so noch niegehört haben! Big Daddy nehmen eine Sammlung bekannter Hits aus den 80er- und 90er-Jahren und wandeln diese inRock‘n’Roll-Arrangements aus den 50er- und 60er-Jahren. Sie kreieren also quasi eine doppelte Coverversion. Da wird derSong «Graceland» von Paul Simon zum «All Shook Up» von Elvis Presley – einfach köstlich. «Nothing Compares 2U» der irischen Sängering Sinéad O’Connor mutiert zum «Tutti Frutti» von Little Richard – eine weitere Perle auf diesem Album. Wenn Sie «leicht verdrehte, eher schräge» Musik lieben, sollten Sie diese CD unbedingt besorgen – auf Amazone noch erhältlich.

Thorbjørn Risager  – Too Many Roads     CD
Mit bis zu einhundert Livekonzerten pro Jahr gehören Thorbjørn Risager & The Black Tornado zu den am härtesten arbeitenden Bands Dänemarks und gelten dort nicht umsonst als einer der heissesten Exporte. Ihr bereits achtes Album «Too Many Roads» ist nun bei Ruf Records erscheinen. Das Outfit von Thorbjørn Risage erinnert an die legendären Blues Brothers und auch die Liveauftritte seien vergleichbar mit der Kultband aus vergangenen Zeiten.
Die CD – leise spielen geht nicht – bringt die Power auch rüber: Eine kraftvolle  Stimme wie ein Donnerschlag und die Band liefert dazu den passenden Sound: Blues, Rock, Soul und R&B – schwärzer kann ein Blues-Album aus dem kühlen Skandinavien kaum klingen.
«Eine Klasse für sich … In dieser Form ist Risager ohnehin kaum zu überbieten… Seine Stimme fasziniert jedes Mal aufs Neue». (CONCERTO).
Dietmar Hoscher: Risager und seine Mannen packen den Zuhörer vor den Boxen, der Rhythmus der ersten Nummern ist hammerhart.
Hardcore Blues 2013, der richtige Elektroschock für den kollabierten Zwölftakter! (ROCKTIMES)

Und nicht vergessen: Erst laut machts richtig Spass!

Savoy Brown – Goin' To The Delta         CD
«When I started the band back in 1965,» says Savoy Brown’s frontman and guitarist Kim Simmonds, «the concept was to be a British version of a Chicago blues band. Now, here we are in 2014, and once again, the music on this recording echoes the blues sounds of Chicago.»
Im Januar 2014 bei Ruf Records veröffentlicht ist «Goin‘ To The Delta» eine weitere Liebeserklärung an den amerikanischen Blues und Blues Rock. Statt das Rad neu zu erfinden, ist Kims unverkennbare «Arbeit» bei klassischen Bluesstücken zu erkennen.
Die Songtexte, da wirds denn ein bisschen komplizierter: Kim war schon es immer ein Anliegen menschliche Beziehungen in Songs zu packen – und zum Blues gehören auch die Frauen dazu.
Frauen kommen und gehen auf diesem Album – von der Ex, die die Türschlösser auf «Sleeping Rough» austauscht, bis zur Geliebten, die ihn immer zur Hintertür hinausschleichen lässt bei Turn «Your Lamp On».
Auch zahlreiche Musiker haben im Laufe der Jahre das Line-Up von Savoy Brown durchlaufen. Doch nach der herausragenden Mitwirkung von Pat DeSalvo (Bass) und Garnet Grimm (Schlagzeug) auf dem Livemitschnitt «Songs From The Road» 2013, bedurfte es keiner grossen Überlegung, die gleiche Rhythmusgruppe auch zusammenzurufen für «Goin‘ To The Delta»
Noch einmal Kim Simmonds: «Vielleicht hätte der Albumtitel Shuffles, Boogies and Blues lauten sollen», bemerkt der Bandleader. «Das ist sicherlich das, was Ihr in der nächsten Stunde auf diesem Album hören werdet...»

Reinhören: www.rufrecords.de

Jim Ford / Big Mouth USA – The Unissued Paramount Album    CD
Jim Ford, der Countrysoul-Gott – Nachdem er 1969 sein wenig bekanntes Album «Harlan County» veröffentlichte, verschwand er wieder in der Versenkung. Als er 2006 schliesslich in einem Wohnwagenpark in Kalifornien auftauchte, machte sich seine eingeschworene Fangemeinde daran, seine sich auf diversen Demobändern befindenden Stücke auf CD zu bannen. Kurz darauf verstarb Jim Ford im Alter von gerade mal 66 Jahren. Dass Jim Ford ein Freund von Funk-Ikone Sly Stone war, hört man dem einzigartigen
Musikmix aus Country, Funk, Folk, Rock und Soul überdeutlich an. Nicht umsonst wurden seine Stücke von den Temptations, von Aretha Franklin oder Bobby Womack aufgenommen. Mehr als spannend – gehört in die Kategorie: Muss man haben!

Leningrad Cowboys & the Alexandrov Red Army Ensemble – Happy Together     CD
Lieben oder hassen  – Die «schlechteste Rock'n’Roll-Band aller Zeiten» (Selbstzitat) spielt zusammen mit einem russischen Armeechor, dem Alexandrov Red Army Ensemble, 12 Klassiker des Rock'n’Roll ein, die jeder kennt – nur so kennt man sie nicht! Die einzelnen Tracks sind vielleicht musikalisch nicht die allertollsten, aber sie sind witzig und zum Teil einfach herrlich schräg. «Yellow Submarine» zum Beispiel klingt, als würde eine Horde besoffener Finnen singen (wer Finne ist, möge mir verzeihen). Zwei weitere Tipps: Leningrad Cowboys unbedingt einmal live ansehen! Und das Roadmovie des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki aus dem Jahr 1989 «Leningrad Cowboys Go America» gehört zur Allgemeinbildung.

Roger Chapman & Riff Burglars – The Shortlist & Swag        Doppel-CD
Die ideale Doppel-CD für die Party von vielleicht etwas «älteren» Leuten....1982 bis 1983 entschloss sich Roger Chapman mit den Riff Burglars zwei Coveralben bekannter Songs aufzunehmen. Es sind eigenständige Covers und mit viel Spielfreude und Witz aufgenommen: Rock’n’Roll, Soul, Blues, Country, es geht durch alle Stile, mit und ohne Gebläse, und das sehr locker und immer mit viel Humor.
In einer Zeit absolut seelenloser Musik fand Chapmans roher und ungewöhnlicher Gesangsstil einen offenen Markt in Zentraleuropa. Leider haben sich die Jungs mittlerweile getrennt, die Liveauftritte waren legendär... Zum Glück gibts aber diese absolut empfehlenswerte Doppel-CD.

Harry «Big Daddy» Hypolite / Louisiana Country Boy     CD
Bereits im Jahr 2001 erschien das erste Soloalbum des 63-jährigen Big Daddy, in unseren Breitengraden leider kaum beachtet. Zu Unrecht. Ist doch dieses Album ein kleines Meisterwerk. Warum Harry Hyppolite erst im Pensionsalter ein Album veröffentlichte, erklärt er gleich selbst: «Nobody gave me a chance before.» Und er hat die Chance gepackt und ein tolles Album gemacht: Fesselnd und voller Gefühl, das
Gitarrenspiel auf seiner «Candy Apple Red Gibson», das vor allem bei den langsamen Nummern zur
Geltung kommt. Ergänzt durch seinen rauen, oftmals leicht «brüchigen» Gesang (einige Stücke im unvergleichlichen Creol-Französisch), ist das Album «Louisiana Country Boy» ein toller Erstling. Leider ist das erste Album auch gleich sein Vermächtnis: Im Juni 2005 starb Harry Big Daddy Hypolite bei einem Auto­unfall in Louisiana.

Dirty Laundry – The Soul Of Black Country / Div. Interpreten   CD
Dieses Album ist kein Best-of-Ding, sondern dokumentiert durch die aussergewöhnliche Song-Auswahl die Vielfalt des Black-Country – eine spannende Mischung aus Blues, erdigem R&B und der traditionellen Country-Musik der weissen Amerikaner. Ein informatives Booklet rundet diese Zusammenstellung ab.
James Brown, Bobby Womack, die Pointer Sisters und unbekanntere Interpreten stellen die «strikte» Trennung  von Country und Soul in Frage. Und wenn man der Anekdote Glauben schenken darf, liegen diese gar nicht so weit auseinander, denn Solomon Burke wurde nur aufgrund seiner Musik zu einem Treffen des Ku-Klux-Klans eingeladen – bis diese ihren Irrtum bzw. seine Hautfarbe bemerkten.

«Mein» Song auf dieser CD: Candi Staton, mit ihrer Version des Tammy-Wynette-Klassikers
«Stand By Your Man».

More Dirty Laundry – The Sound  of Black Country / Div. Interpreten    CD
Nach «Dirty Laundry» liegt hier die zweite Zusammenstellung vor, die sich mit der Mixtur von Soul und Country beschäftigt. Die Platte versammelt Countrysongs aus den letzten 50 Jahren, aufgenommen von schwarzen Interpreten. Die Scheibe ist schlicht und einfach der Hammer. Aus dieser Ansammlung von Perlen einzelne Songs herauszuheben, ist schwer. Trotzdem, Ruth Browns «Tennessee Waltz» ist genial. Den vom Rauchverbot Be­troffenen kann ich zum Trost den Song «Smoke, Smoke, Smoke» von Sammy Davis Jr. anbieten.

Cafe R&B / Very Live    CD
Cafe R&B ist eine fünfköpfige Blues-Rock-Band aus Los Angeles, angeführt von der Frontfrau «Roach», die den Blues mit einer Kraft singt, die an die frühen Grössen wie Etta James, Aretha Franklin oder Tina Turner erinnert. Das «Hit Magazine» beschreibt dies so: «Stell dir vor, Etta James donnert auf einer Harley auf einem aktiven Vulkan herum – das gibt einen ungefähren Eindruck von der Power dieser Band.» Das Live-Album ist die dritte CD dieser Gruppe, die bei uns wohl den wenigsten bekannt sein dürfte. Anspieltipp: der erste Titel, ein Cover von «Born Under A Bad Sign» – und alle Zweifel sind weggeblasen!

Savoy Brown / Street Corner Talking     CD – LP nur Second Hand
Diese Band aus England hat im Laufe der letzen 40 Jahre sicher über hundert Bandmitglieder «verbraucht» und einige Dutzend Alben veröffentlicht. Nur einer war immer dabei: Kim Simmonds, Bandgründer und -leader. In ihrem Heimatland hat Savoy Brown nie den grossen Erfolg gehabt, in Amerika hingegen fand der Mix aus Blues und Rock beim Publikum grossen Anklang. Neben vielen eigenen Kompositionen spielte die Band auch viele bekannte Bluesklassiker. Das Album «Street Corner Talkin» zählt für mich zum Besten, was die Band veröffentlicht hat. Anspieltipps: «Tell Mama», ein veritabler Hit 1971 und der Willie Dixon Song «Wang Dang Doodle», eine super Coverversion im Stile der 70er-Jahre.

Big Mama Thornton / Sassy Mama (Original Recording Remastered)    CD
Endlich, sagten sich wohl viele Bluesfans, als das Live-Album «Sassy Mama» auf CD erschien. Big Mama, schon stark gezeichnet von ihrer Krankheit, konnte bei diesem Live-Auftritt auf eine ausgezeichnete Begleitband zählen, die die Stimme von Big Mama mit dem nötigen Groove unterlegte. Zu Big Mama Thornton muss man wohl nicht mehr  viel sagen, dem Publikum wird sie immer in Erinnerung bleiben mit den Songs «Hound Dog» und «Ball and Chain», die von Elvis und von Janis Joplin gesungen, die Hitparaden rund um den Globus eroberten. Anspieltipp: «Rock Me Baby» – der Titel, der vor allem durch B. B. King bekannt geworden ist. Hier ganz eigenwillig live interpretiert 1977 in Montreal.

Snooks Eaglin / Soul's Edge     CD
 Am 18. Januar 2009 verstarb im Alter von 72 Jahren Snooks Eaglin. Er war ein Louisiana-Blueser, der 1936 in New Orleans geboren wurde und schon kurz danach sein Augenlicht verlor. Mit 5 Jahren fing er an, Gitarre zu spielen. Anfang der 60er-Jahre spielte er eigene Platten ein und überzeugte auch durch seinen Gesang, der damals dem des berühmten Ray Charles ähnelte. Er beherrscht alle Arten des Blues, wie man auf dieser CD sehr gut hören kann. Anspieltipp: «Nine Pound Of Steel», ein wunderschöner Song, der das Gitarrenspiel wie auch die Stimme von Snooks Eaglin voll zur Geltung bringt.

Roy Milton / Instant Groove      CD
Seine Kindheit verbrachte Milton in einem Reservat in Oklahoma; sein Grossvater war Indianer. 1933 ging er nach Los Angeles und gründete die Band «The Solid Senders». Roy Milton bewegte sich immer zwischen Blues und Jazz und war stark beeinflusst von den grossen Swingbands der damaligen Zeit. 1946 hatte Roy mit seiner Band mit «R.M. Blues» einen Riesenhit. Dieser Song war 1946 fast ein Jahr lang in den Charts. «Crying Won’t Help You», ein schönes Beispiel für die Mischung zwischen Blues und Swing und auch der absolut fantastische Slowblues – «Hush» – sind nebst weiteren Highlights auf dieser CD vom französischen Black & Blue-Label zu finden.